Uni Konstanz
Planung und Realisierung einer Großwärmepumpe
Ziel des Projekts ist es, durch den Einsatz regenerativer Energiequellen die CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren und einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität der Universität zu leisten.
Mit drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen mit jeweils 1.500 kW Heizleistung wird künftig mehr als 75 % des gesamten Nutzwärmebedarfs des Campus gedeckt.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Einsatz eines natürlichen Kältemittels, um den ökologischen Fußabdruck der Anlage weiter zu minimieren.
Die Projektumsetzung umfasst neben der Wärmeerzeugung auch den hydraulischen Umbau des bestehenden Wärmenetzes sowie die Optimierung der Wärmeübergabestationen, um ein Optimum an Effizienz im Betrieb der zukünftigen Anlagen zu erreichen.
Zur Verbesserung der Betriebszeiten und zur Reduzierung von Taktungen werden zusätzlich drei innen aufgestellte Pufferspeicher mit jeweils 100.000 Litern Inhalt installiert.
Projektbeschreibung
Planung und Realisierung einer neuen Wärmezentrale mit drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen (je 1.500 kW) zur effizienten Energieversorgung von Maschinen und Transformatoren.
Neben der Wärmeerzeugung umfasst das Projekt auch die komplette Nebenanlagentechnik zur Wasserbewirtschaftung und die elektrischen Schaltanlagen zur Stromversorgung der angeschlossenen Verbraucher.
Zur Sicherstellung eines störungsfreien Betriebs wurde eine Filtrationsanlage mit vollautomatischer Abreinigung vorgesehen. Diese schützt die Wärmeübertrager auf der Wasserseite effektiv vor Biofouling und Ablagerungen durch Quagga-Muscheln.
Die gesamte Anlagentechnik ist platzsparend in einer unterirdischen Energiezentrale untergebracht – für maximale Betriebssicherheit und optimale Integration in die bestehende Infrastruktur.
Zahlen - Daten - Fakten
- Die Technikkosten belaufen sich auf ca. 8,0 Mio. € (TGA)
- Projektlaufzeit 2023 bis 2027
- Erzeugte Nutzwärmemenge Wärmepumpen 19.000 MWh/a
- CO2 – Reduktion 1079 t/a
Einsatz Laser Scanner zur Bestandsaufnahme als Grundlage einer ausführungsreifen und kollisionsfreien Planung
Besondere Merkmale:
- Drei Hochleistungs-Wasser-Wasser-Wärmepumpen à 1.500 kW mit Ammoniak als natürliches Kältemittel
- Vollautomatische Filtration und Abreinigung zum Schutz der Wärmeübertrager
- Integration der gesamten Anlage in eine unterirdische Energiezentrale
- Innengeschweißte Pufferspeicher mit je 30.000 Liter
- Umbau hydraulisches Wärmenetz und Übergabestationen bei laufendem Betrieb
- Zusätzliche Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Booster
- Planung Maschinenraum Be- und Entlüftung sowie Havarielüftung
- Planung übergeordnete Gebäudeleittechnik für neue Wärmeerzeuger inkl. Nebenanlagen und auch teilweise Erneuerung bestehender Anlagen
- Bestandsaufnahmen mit Hilfe eines 3D Scanner als Grundlage für eine kollisionsfreie Ausführungsplanung
Unsere Leistungen:
- Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
- Wärmeversorgungsanlagen
- Lufttechnische Anlagen
- Gebäudeautomation
Eine zusätzliche Luft-Wasser-Wärmepumpe soll in den Sommermonaten den Botanischen Garten versorgen.
Dadurch kann im Sommer vollständig auf den Betrieb der bestehenden fossilbefeuerten Kesselanlagen verzichtet werden.
Dies führt zu einer Einsparung von Brennstoff, insbesondere da die bisherige Warmhaltung der Kesselanlagen entfällt.
Aufstellungsplanung von drei Pufferspeicher mit je 30.000 Liter Heizungswasser zur optimalen Laufzeit der Wärmepumpen.
Integration einer neuen Pumpendruckhaltung mit automatischer Nachspeisung und Entgasung.

