FUG Fernwärme Ulm

Transformations-Konzept

Ein hoher Schornstein erhebt sich zwischen zwei industriellen Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

 

Die Fernwärme Ulm GmbH (FUG) plant die vollständige Transformation ihres Fernwärmesystems mit dem Ziel, bis spätestens 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung sicherzustellen. Das Transformationskonzept wurde von der Eproplan GmbH erstellt und berücksichtigt technische, wirtschaftliche sowie gesetzliche Rahmenbedingungen.

Ausgangslage:

Das Fernwärmenetz der FUG umfasst mehrere Versorgungsgebiete mit zwei Haupterzeugungsstandorten (Daimlerstraße/Magirusstraße). Die bestehenden Anlagen bleiben strukturell erhalten.

Zentrale Anforderungen und Randbedingungen:

  • Berücksichtigung eines max. Anteils von 15 % Wärme aus Biomasse (nach BEW-Vorgabe)
  • Einbindung eines 1.500 MWh Wärmespeichers
  • CCS-Technologie für CO₂ aus Abfallverbrennung ab 2045
  • Redundante Versorgung bei Ausfall der größten Einheit
  • Keine Nutzung von Kleinerzeugern (z. B. Biogas-BHKW)

Technologiepfade:

Untersucht wurden verschiedene Varianten mit folgenden Komponenten:

  • Nutzung und Modernisierung bestehender Müllheizkraftwerke (MHKW)
  • Integration von Wärmepumpen mit Umweltwärme (v. a. Blauwasser)
  • Umstellung auf Biomethan bzw. Erdgas
  • Umbau von Bio-Heizkraftwerken auf Ersatzbrennstoffe mit CO₂-Abscheidung
  • Einführung von Carbon-Capture-Anlagen (CCS) mit Aminwäsche-Verfahren

Wirtschaftlichkeit & CO₂-Bilanz:

Im Variantenvergleich zeigte sich, dass Lösungen mit CCS und Wärmepumpen zwar hohe Investitionen erfordern, aber die CO₂-Emissionen drastisch reduzieren.

Der Einsatz von Biomethan verbessert die Bilanz weiter, ist aber kostenintensiver. Die günstigsten Betriebskosten ergeben sich bei Varianten mit Wärmepumpe und CCS ohne Biomethan.

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